Deutschland und die Welt

Reinhard Pohl: Abschiebung

2017, 48 Seiten, 2 Euro
ISBN 978-3-936419-27-6

Über eine Abschiebung oder drohende Abschiebung lesen wir in der Zeitung oft, wenn sich eine Schulklasse oder eine Kirchengemeinde für eine Familie einsetzt. Die Ausländer sind oft seit langem hier, oft wurde bereits in früheren Jahren ein Asylantrag abgelehnt. Juristische Auseinandersetzungen haben sich hingezogen.
Oft gehen die Begrifflichkeiten dann durcheinander. "Die Kinder sind gut in der Schule, trotzdem sollen sie jetzt ausgewiesen werden", erklärt dann die Klassenlehrerin - obwohl eine Ausweisung überhaupt nicht im Raum steht. "Die Polizei kam überraschend, mitten in der Nacht", erklärt der Pastor nach einem Abschiebeversuch. Dagegen behauptet die Ausländerbehörde, die Familie mehrfach schriftlich zur Ausreise aufgefordert zu haben, mehrfach die Abschiebung angedroht zu haben, so dass dieser Versuch eigentlich nicht überraschen konnte. "Sie sind abgeschoben worden, obwohl sie noch eine Duldung bis Ende übernächsten Monats hatten", empört sich der Sportverein. Er übersieht, dass die Duldung gerade eine Bescheinigung dafür ist, dass es kein Aufenthaltsrecht in Deutschland gibt.
In dieser Broschüre geht es zunächst um die Begriffsklärung. Was ist ein Aufenthaltstitel? Was ist eine Duldung? Was ist eine Ausweisung? Was ist eine Abschiebung?
Dabei ist zunächst wichtig, welche rechtlichen Möglichkeiten es gibt, wenn ein Aufenthaltsrecht endet. Eine Ausländerin ist hier, weil sie hier verheiratet ist - was passiert, wenn die Ehe scheitert? Ein ausländischer Student bricht sein Studium ab, für ein Au-Pair-Mädchen endet der Vertrag. Ein Asylantrag wird abgelehnt.
In dieser Broschüre erfahren Sie, was Sie als Betroffener oder UnterstützerIn tun können. Außerdem wird das "Härtefallrecht" vorgestellt, das Heft enthält eine Übersicht über die 16 Härtefallkommissionen in der Bundesrepublik Deutschland.


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