Deutschland und die Welt

Reinhard Pohl: Völkermord I. Deutschland, Namibia und die Herero & Nama.

2018, 48 Seiten, 2 Euro
ISBN 978-3-925900-02-0

Lange Zeit war Deutschland mit sich im Reinen: Wie andere Nationen, nur später hatte es ab 1884 Kolonien „gewonnen”. Diese wurden in der Regel erst von (deutschen) Kaufleuten erworben, auf welche Weise auch immer, danach unter den Schutz des Reiches gestellt. Es dauerte in der Regel nicht lange, bis das Deutsche Reich auch die direkte Verwaltung übernahm. Aus „Schutzgebieten” wurden Kolonien.
In der Kolonie „Deutsch-Südwestafrika” kam es Anfang des 20. Jahrhunderts zu einer Krise: Trockenheit und Krankheiten, gegen die nur das Vieh deutscher Siedler geimpft wurde, führten zu einer schlagartigen Verarmung der einheimischen Herero. Sie mussten sich als Landarbeiter auf deutschen Farmen verdingen und Land verkaufen – und begannen, sich gegen den Verlust ihres Landes zu wehren. Daraus entstanden Kämpfe, von der deutschen Kolonialverwaltung als „Aufstand” bewertet.
Der Kommandeur der Schutztruppen beschloss daraufhin, das Volk der Herero zu „vernichten”. Später wurde sein Befehl an die Truppe von der Reichsregierung widerrufen, da waren aber von rund 80.000 Herero nur noch 20.000 am Leben.
Ein normaler „Aufstand”, die normale militärische Bekämpfung eines Aufstandes? Ein Kolonialkrieg wie andere Kolonialkriege auch? Oder ein Genozid, ein Völkermord, wie die Vernichtung der Armenier?
Diese Broschüre zeichnet das Geschehen und hundert Jahre Diskussion in Deutschland nach. Inzwischen ist offiziell anerkannt, dass es sich um einen Völkermord handelte. Aber: Die Geschichte ist noch nicht zu Ende.


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